Ist der Big-Data-Hype vorbei? Nein, aber auf die Größe kommt es nicht an! - Michael Scharf von der Consetto GmbH im Interview

Die Consetto GmbH entwickelt individuelle Lösungen zur Analyse von strukturierten und unstrukturierten Daten. Um ihren Kunden neue Erkenntnisse zu liefern, verwenden die Datenexperten die aktuellsten Technologien aus den Bereichen Predictive Analytics, Natural Language Processing und Machine Learning. Geschäftsführer Michael Scharf erklärt im Gespräch, welche Anwendungsfälle es für diese Technologien gibt und spricht über den Hype um Big Data.

Michael ScharfIT&MEDIA: Big Data galt als eines der wichtigsten Schlagwörter der letzten Jahre. Mittlerweile hört man den Begriff allerdings seltener. Ist der Trend vorbei bevor er in den Unternehmen angekommen ist?

Michael Scharf: Der Begriff „Big Data“ ist meiner Meinung nach schwierig, denn es entsteht der Eindruck, dass es sich hierbei ausschließlich um große Datenmengen handelt. Aber eigentlich umfasst der Begriff neben dem Volumen der Daten auch deren Geschwindigkeit und Vielfalt. Häufig spricht man in diesem Zusammenhang auch von den 3V: Volume, Velocity, Variety. Es steckt also viel mehr dahinter. Leider sind gerade KMU häufig der Meinung, dass sie keine „großen Daten“ haben und sie daher auch keine neuen Lösungen zur Auswertung ihrer Daten benötigen. Allerdings sind auch in diesen Unternehmen bis zu 80% aller Daten unstrukturiert.

IT&MEDIA: Was sind unstrukturierte Daten und was kann man mit diesen machen?

Michael Scharf: Unstrukturierte Daten sind in der Regel Textdaten. Man findet die Daten in der Kundenkommunikation, in Log-Daten im Intranet und in Dokumenten aller Art. Die klassische Unternehmenssoftware in Form von ERP, CRM und verschiedenen Datenbanksystemen dient zur Organisation von strukturierten Daten. Aber die Potentiale, die in unstrukturierten Daten liegen, werden häufig unterschätzt. Moderne Ansätze aus dem Machine Learning und Natural Language Processing machen es möglich unstrukturierte Daten zu strukturieren und neue Erkenntnisse zu gewinnen. Durch die neuen Ansätze können beispielsweise Kundenfragen nach Häufigkeit ausgewertet, Dokumente im Intranet schneller und besser gefunden und Dokumente nach Themen klassifiziert werden.

IT&MEDIA: Diese Ansätze können also parallel zu den bestehenden Unternehmensanwendungen eingesetzt werden?

Michael Scharf: Ja, im besten Fall kann die klassische Unternehmenssoftware sogar von den neuen Lösungen profitieren. Zum Beispiel können wir unsere Lösungen auch einsetzen, um die Stammdaten in den klassischen Anwendungen zu bereinigen. Das haben wir auch in einem unserer letzten Projekte gezeigt: in einem großen Industrieunternehmen haben sich über Jahrzehnte 3,5 Millionen Produktstammdatensätze angesammelt. Von diesen waren aber nur 700 Tausend Datensätze relevant. Mit unseren Lösungen konnten wir Duplikate und veraltete Daten finden und eliminieren.

IT&MEDIA: Welche Lösungen werden Sie am 11. Februar auf der IT&Media zeigen?

Michael Scharf: Neben unserer Anwendung zur Analyse von Kundenmeinungen zeigen wir unser Produkt replygo. Mit replygo können Kundennachrichten schneller beantwortet werden. Die Software erkennt Muster in Kundenanfragen, findet ähnliche Fragen und schlägt mögliche Antworten vor. Dadurch können Anfragen schneller beantwortet werden. Replygo kann in E-Mailprogramme und Kundensupport-Systeme integriert werden.

IT&MEDIA: Ist replygo auch ein Beispiel für die Verarbeitung von unstrukturierten Daten?

Michael Scharf: Ja, denn bei E-Mails und Kundennachrichten handelt es um Textdaten. Mit unserer Lösung demonstrieren wir unser Know-how über Suchtechnologie und Natural Language Processing.

IT&MEDIA:  Herzlichen Dank für das Gespräch. Dann freuen wir uns schon jetzt auf Ihren Auftritt auf dem 4. IT&MEDIA FUTUREcongress.

Sie finden die Consetto GmbH am 11. Februar 2016 auf der Ebene 1, Stand 1M14

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64293 Darmstadt

www.consetto.com

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