Portale, die explizites Wissen entstehen lassen - im Gespräch mit Fabian Huschka von componio

componio steht für Komponenten und interaktive Objekte. Das Unternehmen baut Portale, die Informationen individuell und übergreifend verfügbar machen. Unternehmen produzieren und verwalten heute Daten aus verschiedenen Quellen und mit unterschiedlichsten Eigenschaften. Cloud, Webseiten, Datenbanken, Wikis, soziale Netzwerke und weitere Datentöpfe beherbergen unabhängig voneinander Informationen. Das Unternehmen entwickelt Softwareportale und Webanwendungen, die versuchen, diesen Informationsschatz im Unternehmen individuell zu heben und zielgerichtet zur Verfügung zu stellen; explizites Wissen entsteht. Im Gespräch mit dem Geschäftsführer, Herrn Fabian Huschka wollen wir insbesondere einen Blick auf die Portalstrategie der Firma componio werfen.

Herr Huschka componioIT&MEDIA: Herr Huschka, in den heutigen Portalen wird nahezu jede Applikation integriert und die Nutzer haben die Möglichkeit verschiedene Arten von Informationen abzurufen. Das Erstellen von Portalen innerhalb großer Unternehmen ist ein Spezialgebiet Ihres Unternehmens. Was zeichnet diese Portale insbesondere aus?

Fabian Huschka: Als wir 2005 anfingen mit webbasierten Portalsystemen zu experimentieren, wurde uns sehr schnell klar, dass die Zukunft nicht in monolithisch geprägten und geschlossenen Systemen liegt. Wir haben deshalb sehr früh und konsequent auf quelloffene Open-Source-Produkte wie zum Beispiel OpenCms, Liferay und Alfresco gesetzt und viel Zeit damit verbracht, diese mit Software-Werkzeugen wie zum Beispiel Solr zu verbinden. Die entsprechende Softwareschicht ist so elastisch, dass sie individuelle Anforderungen erfüllen kann und ist gleichzeitig so robust, dass sie im rauen Web-Alltag klaglos ihren Dienst verrichtet.

IT&MEDIA: In welchen Bereichen werden die Portale hauptsächlich eingesetzt?

Fabian Huschka: Typischerweise überall dort, wo räumlich oder zeitlich verteilte Teams zusammen arbeiten müssen oder aber gemeinsame Ziele durch unterschiedliche Rollen erreicht werden sollen. Hier haben wir uns auf die Bereiche Vertriebsproduktivität/Sales Enablement, Messe-/EventManagement sowie Vertriebspartner- bzw. Partner-Management spezialisiert.

IT&MEDIA: Worin unterscheidet sich die Art und Weise wie Sie die Programmierung dieser Portale vornehmen von denen, die es schon auf dem Markt gibt? Oft kann man feststellen, dass diese Systeme wenig bis keine Integration in Datenmanagement-Systeme vorweisen. Sind Ihre Systeme hier besser?

Fabian Huschka: Viele Insellösungen können eine Aufgabe sehr gut, die restlichen dafür eher durchschnittlich. Wir versuchen dies mit einem zentralen Index in Form einer Suchmaschine aufzubrechen. Dieser Ansatz erlaubt es zum einen auch vernagelte Drittsysteme elegant in die Portal-Landschaft zu integrieren und zum anderen ebnet es den Weg für Datenanalyse-Werkzeuge. Hinter dem Buzz „Big Data“ finden sich gerade in der Open-Source-Welt Werkzeuge, die ehrliche, begreifbare und reproduzierbare Aussagen liefern. In diesem Zusammenhang spielen für uns sowohl etablierte als auch entstehende Standards eine wichtige Rolle. Sie erleichtern und harmonisieren maßgeblich die Integration und Anbindung von Datenquellen und Datensenken anderer Hersteller. Der oft zitierte “Enterprise Service Bus” wird ein Stück mehr Realität.

IT&MEDIA: Vielleicht noch einmal grundsätzlich. Wo sehen Sie die Hauptvorteile gerade auch mit den von Ihnen herausgestellten Besonderheiten?

Fabian Huschka: Kurz und knapp: niedrigere Kosten durch schnelleren Zugriff auf Inhalte, bessere Auslastung bestehender Systeme, hohe Flexibilität durch quelloffene Baukastensysteme und am wichtigsten : eine deutlich bessere Ansprache und Interaktion mit den eigenen MitarbeiterInnen, (Vertriebs-)Partnern und denjenigen, die den Hut für die eigentlichen Inhalte aufhaben.

IT&MEDIA: Was würden Sie einem mittelständischen Unternehmen raten, das sich mit dem Thema Unternehmensportal beschäftigt? Könnten Sie hier einen Fahrplan kurz andeuten?

Fabian Huschka: Der Erfolg von Softwarelösungen im Allgemeinen und der eines Portals im Speziellen steht und fällt mit der Akzeptanz durch die Endbenutzer und denen, die für die Inhalte verantwortlich sind. Diese beiden Gruppen im Fokus behaltend, bedarf es einer guten Bedienbarkeit auf der einen Seite aber noch viel wichtiger einer bedarfsgerechten und aktuellen Aufbereitung von Inhalten auf der anderen Seite. Wir erleben es immer wieder, dass unsere Kunden ihren anfänglichen Datenbestand von mehreren tausend Assets auf wenige hundert herunterbrechen können. Eine Strategie kann auf keinen Fall das von aufstrebenden Start-Up-Diensten abgekupferte und Feature-überladene Softwaremonster sein. Unternehmen müssen vielmehr den wirklichen Bedarf der Fachabteilungen (an)erkennen und diese gezielt vom Start weg in den Planungs- und Entstehungsprozess mit einbeziehen. Kleine iterative Schritte und agile Paradigmen aus der Softwareentwicklung helfen in diesem Prozess und machen es wahrscheinlicher, dass am Ende alle die angestrebte Lösung abkaufen und leben.

IT&MEDIA: Welche Unternehmen haben Ihre Systeme bereits im Einsatz und werden Sie solche Lösungen auch auf Ihrem Messestand präsentieren?

Fabian Huschka: Vorwiegend kommen unsere Kunden branchenübergreifend aus dem Business-ToBusiness-Bereich. Mit der Software AG und der |be a part| GmbH finden sich gleich zwei Kunden persönlich auf unserem Stand. Diese zeigen ganz konkret, wie Partner- und Messe-Management heute gehen kann und können gleichzeitig aus erster Hand und ungeschminkt berichten, wie sie den Weg zur fertigen Lösung mit uns empfunden haben.

IT&MEDIA: Dann freuen wir uns mit Ihnen auf einen spannenden und interessanten 4. IT & Media FUTUREcongress. Vielen Dank für das Gespräch.

Fabian Huschka: Vielen Dank, dass Sie diese Veranstaltung so erfolgreich in Darmstadt etabliert haben. Wir freuen uns darauf zum ersten Mal in diesem Jahr ein aktiver Teil davon sein zu können.

Sie finden die componio GmbH am 11. Februar 2016 auf Ebene 1, Stand 1M6.

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